Cortona |
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Cortona in Südtoskana - Ferienwohnungen, Kunst und Architektur 2008 |
| So unglaublich es sich auch anhören mag, aber Cortona war einst ein allseits bekannter Hügel, bevor sich Frances Mayes in einem ihrer Bücher über die Renovierung eines nahe gelegenen Hauses, "Casa Bramasole", ausließ. Heute ist Cortona mehr denn je und völlig zu recht eine Station auf dem toskanischen Hügelstadtrundweg, die man keinesfalls verpassen sollte. Ignorieren Sie einfach Frances´ simplen Präsenserzählstil auf Schreibkursniveau, denn Cortona eignet sich bestens für einen Halbtagesausflug: großartige Kunst, eine tolle Atmosphäre und beeindruckende Aussichten auf den Trasimeno-See und darüber hinaus. |
| Die Stadt Cortona liegt auf dem südlichen Abhang eines Ausläufers vom Monte S. Egidio (1057 m ü.M.), der zur Bergkette gehört, die das Chiana-Tal vom Tibertal trennt und sich von
Arezzo
bis zum
Trasimenischen See
erstreckt. Starke Höhenunterschiede kennzeichnen die Topographie der Stadt (die Festung liegt 651 m, piazza Garibaldi 500 m ü.d.M.). Das bedingt die grosse Steigung der meisten Strassen und erklärt, warum die Siedlung von Camucia, am Bergfusse gelegen (250 m ü.d.M.), als wichtiger Strassen- und Eisenbahnknotenpunkt seine ergänzende wirtschaftliche Rolle zu Cortona entwickelt hat. Durch die besondere topographische und geographische Lage mitten im Chiana-Tal stellte Cortona einst ein wichtiges landwirtschaftliches Zentrum dar. Heutzutage behauptet sie sich dagegen mehr und mehr auf touristischem Sektor, unter anderem wegen ihrer Geschichte, die sich in der Ferne der Legende verliert. Nachdem die Stadt 450 n.Chr. unter römische Herrschaft geraten war, stellte sich heraus, dass sie schon den alten Griechen unter dem Namen Crotone bekannt war, während Publius Vergilius Maro und Rutilio Namanziano sie als "Corjtus" bezeichneten. Ausserdem wurde sie von so berühmten Schriftstellern der Klassischen Antike wie Herodot, Polybios und sogar Dionys von Halikarnass in deren Schriften erwähnt. Danach wurde sie von den Goten erobert; doch es gibt keine genauen Angaben bis etwa 1200, als Cortona nun als freie Gemeinde einen neuen Aufstieg begann und eine eigene Münze mit dem Bildnis des Hl. Vinzenz prägte, welche in der Toskana, in Umbrien sowie in einigen Gegenden der Marken von 1267 bis zum XVI. Jahrhundert in Umlauf war. cortona2.gif Die lange Geschichte Cortonas glänzt von zahlreichen, weltberühmten Persönlichkeiten, die auf kunstlerischem, literarischem oder religiösem Gebiet wirkten. Schon im Mittelalter wählte der Hl. Franz von Assisi bei Cortona einen Ort zur Klostergründung aus: den Konvent Eremo delle Celle, welchen er seinem Nachfolger in der Ordensverwaltung, dem Klosterbruder Elia Coppi, übergab. Zur selben Zeit lebte die Hl. Margherita (1247-1297), bekannt aufgrund ihrer edlen Wohltätigkeit, nachdem sie auf dramatische Art und Weise bekehrt wurde. In der schöpfungsreichen und kulturell hochstehenden Epoche der Renaissance begegnen wir dem hervorragenden Maler Angelico, berühmt wegen seiner Verkündigung, Francesco Laparelli, einem bekannten Militärarchitekten, sowie Giovan Battista Madalio, einem Humanisten, der am prunkvollen Hof von Leo X. lebte. Im XVII. Jahrhundert wirkten hier der Künstler und Architekt Pietro Berrettini, der zwischen 1596 und 1669 lebte, und die Archäologen und Gelehrten Ridolfino, Marcello und Filippo Venuti, Gründer der Etruskischen Akademie (1728), die auch heute noch auf nationaler wie auch europäischer Ebene sehr bekannt ist. In Cortona finden kulturelle und folkloristische Veranstaltungen statt, die auf alte Traditionen zurückgehen und für die die "Azienda Autonoma di Soggiorno e Turismo" - städtisches Amt für Fremdenverkehr und Tourismus - unter Mitarbeit der Vertreter der einzelnen Stadtviertel sorgt. Besonders wichtig sind die Ausstellung und Messe antiker Möbel, die vom letzten Sonntag im August bis zum letzten Sonntag im September in den Sälen des Palazzo Vagnotti stattfindet, und die Messe für Kupferarbeiten in den letzten Apriltagen. Unter den bedeutendsten kulturellen Veranstaltungen ist die Einrichtung eines Studienzentrums und Museums für Bauernkultur zu erwähnen. Es entstand aufgrund des grossen Erfolges der Ausstellung für Bauernkultur, die 1977 in den Hallen der Fortezza Medicea unter Aufsicht der Stadtverwaltung und des Verkehrsamtes zustande kam. Zahlreiche Veranstaltungen kultureller Art (Kunstausstellungen, Schauspiele, Konzerte, Kulturtagungen und Debatten) finden im Laufe des Jahres unter Leitung der Stadtverwaltung und der Bibliothek der Etruskischen Akademie statt. Von den folkloristischen Darbietungen, die während des Jahres stattfinden, erwähnen wir nur einige der wichtigsten: das von der Azienda di Soggiorno angeregte, nunmehr berühmte Gastronomiefestival Cortonas, die "Sagra della Bistecca" (Fest des Rindersteaks vom Rost) am 14. und 15. August; verschiedene, von den Stadtbezirksräten veranstaltete Feste zu Ehren volkstümlicher Gerichte wie Kuttel, Bruschetta, Schnecken, Frösche, Forellen und Leber. Ausserdem gibt es noch folgende Feste in der näheren Umgebung: das der Tauben in Montecchio, der gebratenen Ciaccia in S. Pietro a Cegliolo, der Kirschen in Tavarnelle, der Kastanien in S. Martino a Bocena und in Teverina, der Bandnudeln mit Kichererbsen in Casale und schliesslich das Wildschweinfest auf dem S. Egidio. Jedes Frühjahr findet in Camucia der nationale Viehmarkt für Kälber der Chianatal-Rasse statt. Von den Ausstellungen erwähnen wir noch den Blumen- und Zierpflanzenmarkt im April und die charakteristische Schau landwirtschaftlicher Fuhrwerke in Fratticciola di Cortona. Die günstige Lage Cortonas nach Umbrien ermöglicht es, dass man touristisch wichtige Ortschaften sowohl in der Toskana wie im nahen Umbrien leicht erreichen kann. Wir nennen nur einige der wichtigsten: Florenz (102 km), Arezzo (29 km), Siena (80 km), Perugia (54 km), Assisi (75 km), Citta di Castello (45 km).
Jenseits der Massenpfade - Besuchen Sie die Abtei von Farneta zwischen Cortona und Foiano |
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